Buchempfehlung: Literatur und Politik. Ein deutschen Verhängnis?

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gepostet am : 01-02-2013 | von : m_weiss | Kategorie : Autor, Buchtip
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Worum geht es in diesem Buch? Der Autor, Günther Rüther, zeichnet in dieser Studie das spannungsreiche, von vielfältigen Missverständnissen und falschen Erwartungen bestimmte Verhältnis von Literatur und Politik bzw. von Geist und Macht in Deutschland nach. Es geht darin ebenso um eine Überhöhung des Kulturellen wie um eine Diffamierung des Politischen. Beides führte dazu, dass sich Geist und Macht häufig wie feindliche Botschafter in Zeiten des Kalten Krieges gegenüber standen.

Die Literatur wurde der Politik häufig dort zum Verhängnis, wo sie ihr die Unterstützung versagte. Sie konnte ihr aber auch zum Verhängnis werden, indem sie eine Menschen verachtende Politik wie in der Zeit des Nationalsozialismus oder des SED-Sozialismus begünstigte. In der Ära Adenauer zogen sich viele westdeutsche Schriftsteller in den Elfenbeinturm machtgeschützter Innerlichkeit zurück und wetterten von dort gegen die Westintegration und den Wiederaufbau. Erst mit der Wiedervereinigung Deutschlands gelang es, das Verhältnis von Literatur und Politik in unserem Land zu normalisieren. Helmut Kohl leistete dazu insbesondere in seiner Kanzlerschaft einen wesentlichen Beitrag, obwohl er von den Intellektuellen häufig angefeindet wurde.

Vorwort

. . . Dieses Buch analysiert in drei Teilen das Verhältnis der Schriftsteller zur Politik in Deutschland seit dem Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart. Am Beispiel von Thomas Mann wird seine Sicht auf das Wilhelminische Reich und den Ersten Weltkrieg, die Gefährdung der Weimarer Republik und die beiden deutschen Staaten im Goethejahr 1949 dargelegt. Daran schließen sich im zwei- ten Kapitel nach einem grundsätzlichen Beitrag zum Schreiben in der Diktatur Portraits von Schriftstellern an, die versuchen, deren Probleme und Haltungen in der Diktatur exemplarisch zu veranschaulichen. Im umfangreichen dritten Teil geht es um das schwierige, meistens spannungsgeladene Verhältnis der Schriftsteller zur Politik im geteilten Deutschland bis über die Wiedervereinigung hinaus in die jüngste Gegenwart hinein. . . .

Der Titel „Literatur und Politik. Ein deutsches Verhängnis?“.
Dieses Buch ist gerade im Wallstein Verlag erschienen und zum Preis von € 24,90 in den Buchhandlungen erhältlich.




(Eine Neuerscheinung der Konrad Adenauer Stiftung)




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