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Kategorie: Freizeit

Freizeitgestaltung, Kino, Musik, Events

  • Kunsthaus Zürich zeigt „Chagall. Meister der Moderne“ vom 8. Februar bis 12. Mai 2013

    (ots) – Vom 8. Februar bis zum 12. Mai 2013 zeigt das Kunsthaus Zürich eine Ausstellung mit rund 90 Gemälden und Arbeiten auf Papier von Marc Chagall (1887-1985). Chagall gehört zu den berühmtesten und beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Bilder vom russischen Dorfleben, seine schwebenden Figuren, fliegenden Kühe und Hähne sind weltbekannt.
    Die Ausstellung konzentriert sich auf die für die Karriere des Künstlers entscheidenden Jahre 1911 bis 1922 und würdigt Chagalls Beitrag zur Avantgarde.

    I and the Village

    Die Ausstellung konzentriert sich auf die für die Karriere des Künstlers entscheidenden Jahre 1911 bis 1922. Bedeutende Stationen sind sein Aufenthalt in Paris vor dem Ersten Weltkrieg, seine Reise nach Berlin und eine Ausstellung dort im Jahr 1914 in der Galerie „Der Sturm“ sowie die Zeit, die er in seinem von der Revolution destabilisierten Heimatland Russland verbrachte. Es sind die Jahre, in denen sich Chagall als Meister der Moderne etabliert. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen entwickelt er eine Kunst, die sowohl seine jüdisch-russische Kultur zum Ausdruck bringt als auch den Dialog mit den Bildsprachen der Moderne – vom Fauvismus zum Kubismus und Orphismus, vom Expressionismus bis zum Suprematismus. Indem er diese neuen malerischen Ausdrucksformen mit seinen eigenen fantasievollen Motiven kombiniert, entstehen einige der innovativsten und expressivsten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts. Seine Erfahrungen in Paris und andernorts festigen seine sehr persönliche, individuelle Bildsprache und regen ihn zu Bildern an, die für den Rest seiner Karriere das Herzstück seiner Kunst bilden.

    Die Ausstellung eröffnet mit bedeutenden Bildern aus seinen Lehrjahren, wie etwa „Der Dichter mit den Vögeln“ von 1911, das vom Minneapolis Institute of Arts ausgeliehen wird, oder „Die Geburt“ (1911) aus einer privaten Sammlung. Der Besucher kann sich an thematischen Gruppen orientieren: Werke aus den ersten Pariser Jahren, Akte, eine Hommage an Russland, Einflüsse des Kubismus, des Suprematismus und Orphismus, Entwürfe für das Theater. Eine Gruppe mit späteren Werken zeigt, dass Chagall das Repertoire aus seinen frühen Schaffensjahren bis zum Ende seiner langen Karriere weiterentwickelte.

    Auch monumentale Werke wie „Der Spaziergang“ (1917-1918) aus dem Staatlichen Russischen Museum Sankt Petersburg oder „Ich und das Dorf“ (1911) aus dem Museum of Modern Art, New York, werden zu sehen sein. Die Ausstellung wird von der Familie Chagall sowie dem Comité Chagall in Paris unterstützt. Zahlreiche Meisterwerke aus berühmten europäischen und amerikanischen Sammlungen werden die Ausstellung bereichern: aus dem Centre Pompidou – MNAM (Paris), dem Solomon R. Guggenheim Museum und dem MoMA (New York), dem Staatlichen Russischen Museum (Sankt Petersburg) und der Tate (London).

    (Quelle : Schweiz Tourismus Peter Schmitdchen  /  Bild: Schweiz Tourismus und Kunsthaus Zürich)

  • Kofi Annan liest auf der Lit.Cologne – das Literaturfestival in Köln 2013

    Was für eine Überraschung. Die Lit.Cologne wurde im Jahr 2001 auf die Beine gestellt und hat sich seitdem zum größten europäischen Literaturfestival entwickelt. Regelmäßig lockt die Lesereihe Bestsellerautoren aus der ganzen Welt nach Köln. Auch das Jugendprogramm wurde erheblich erhöht. Gratulation!
    Merken Sie sich bitte diese Termine in Kön 6. – 16. März 2013 vor.

    Lit Cologne 2013

    Namhafte Sponsoren, wie die RheinEnergie, Imhoff Stiftung und Lanxess machen es möglich. Das Kinderprogramm wurde u. a. ganz erheblich erweitert. Der Dank gilt den Sponsoren schon jetzt. Kann sich doch das Festival, jetzt, im 12ten Jahr so richtig weiter entwickeln.

    Das Kinderprogramm beginnt am 6. März  in der Schokoladenetage mit Heinz Janisch: Herr Jaromir und der Meisterdieb und endet mit Josephine Angelini mit „Göttlich verliebt“ am Samstag, den 16. März. Es wäre schade Ihnen das Gesamt-Kinder-Programm vorzuenthalten. Es ist so schön und vielseitig. Sie finden es hier.

    Am 6. März präsentieren außerdem Katty Salié und Dieter Moor die Gala zur Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2013.

    7. März Daniel Cohn-Bendit & Florian Kessler im Brunosaal in Köln, die Veranstaltungsserie endet am 16. März mit unglaublich vielfältigen Lesungen wie z. B. mit Rainald Grebe und das Buch Dietmar Burdenski auf der MS RheinEnergie/Literaturschiff oder Kofi Annan im Gespräch mit Joschka Fischer über ein Leben in Krieg und Frieden.

    Ist ja noch ein wenig hin bis März. Planen Sie rechtzeitig Ihren Jahresurlaub 2013. Die Lit. Cologne sollte auf keinem Fall in Ihren Planungen fehlen. Nehmen Sie sich am Besten für die ganze Zeit Urlaub. Allein 8 Veranstaltungen finden am letzten Tag parallel statt. Da benötigt man schon einwenig Vorbereitung. Hier finden Sie Eintrittspreise und das Gesamtprogramm.

    Die Redaktion von mentoring4u wünscht Ihnen viel Spaß!

    (Autor: M. Weiss  /  Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle:www.lit-cologne.de)

  • Satiremagazin „Pardon“ zurück am Kiosk: Jubiläumsausgabe mit spitzer Feder und Spitzenautoren

    München (ots) – Fünfzig Jahre nach der Erstausgabe kommt am Nikolaustag 2012 das legendäre Satiremagazin „Pardon“ deutschlandweit an die Kioske zurück. Unter dem Motto „Feinsinn, Unsinn, Hintersinn“ bringt die Jubiläumsausgabe ein völlig neu entwickeltes Magazin an den Markt und die ganze Bandbreite von humoristischem Journalismus zurück in die Zeitschriftenlandschaft. Wir gratulieren und sind gespannt auf die Reaktion!

    Pardon Nikolaus Ausgabe 2012 Bild & Artikel: Eckart von Hirschhausen

    Für das Projekt haben sich prominente Satiriker, Karikaturisten, Journalisten und Schriftsteller zusammengefunden. Unter den Autoren sind Comedians wie Eckart von Hirschhausen und Florian Schröder. Mit exklusiven Beiträgen sind Schriftsteller wie Peter Härtling, Katja Berlin und Wladimir Kaminer dabei sowie eine Reihe von Star-Journalisten, darunter Harald Martenstein, Hellmuth Karasek und Hilmar Klute. Außerdem haben Persönlichkeiten der Zeitgeschichte von Rainer Langhans bis Harald Dzubilla am Heft mitgewirkt. Zudem erscheinen Beiträge von Dieter Nuhr, Vince Ebert, Woody Allen und sogar Heinrich Böll ist mit einem Humor-Klassiker vertreten.

    Was denkt Obama über die Deutschen? Wieso ist Sex so ungerecht verteilt? Was kann man von Putin lernen? In den Ressorts Gassenhauer, Herrschaften, Moneten, Dampfmaschinen, Turteleien und Mumpitz widmet sich das Heft Menschen genauso wie Politik und Gesellschaft. Selbst Gott ergreift das Wort und gewährt Einblicke in sein geheimes Tagebuch. „Wir haben die spitze Feder dem Holzhammer vorgezogen“, so die Chefredakteure Peter „Bulo“ Böhling und Daniel Häuser: „In Zeiten, in denen Print kaum eine Chance gegeben wird, wollen wir ein Heft vorlegen, das Spaß macht.“

    Art-Direktorin Mia Pfisterer: „Die Ästhetik für Pardon haben wir bewusst clean und wertig gehalten. Die alten Formen sind auf den Punkt erfrischt. Sogar der Teufel hat seine geliebte Melone an die wichtigsten Autoren verliehen.“

    Pardon Nikolaus Ausgabe 2012 Bild: Martin Claus

    Verleger Wolfram Weimer: „Die Legende kommt zurück. Eine ganze Generation lachte unter dem Markenzeichen des Teufelchen, das seine Melone lupfte. Das neue Magazin knüpft an die Pardon-Tradition anspruchsvollen Humors an.“

    „Pardon“ erscheint mit einer Startauflage von 70.000 Exemplaren und ist zu einem Copypreis von 5 Euro erhältlich.

    Interessante Berufe auf Mentoring4u : Lesen Sie hier „Wie werde ich Redakteur“

    (Quelle: Menyesch Public Relations  PM vom 5.12.2012  / Bilder: J. Glugla & Bearbeitung: M. Weiss  /  Internet: de.wikipedia.org/wiki/Pardon)

  • Impressionen: Haben Musiker eine Chance in der Wirtschaft?

    Musikalisch und abgebrochener Schulabschluß. Wer hat da noch den Mut eine musikalische Karriere einzugehen. Über Stock und Stein und mit Hindernissen zum ausgezeichneten Berufsmusiker, Führungskraft und Autor mit der Bundeswehr.

    Dr. Manfred Heidler, Major der Bundeswehr (Photo: Y. Tutucu)

    In Führungspositionen Unternehmen beobachten, völlige Entspannung mit der Musik in der  Freizeit zu finden. Beruf und Talent unter einen Hut zu bringen.
    Dr. Andreas de Forestier erläutert, wie viel Spaß es bringt Musiker in Unternehmen zu integrieren.

    Diskussionsrunde: Major Heidler, Andreas de Forestier, Dr. Andreas de Forestier, Aufsichtsratsvorsitzender consultingpartner AG; Oskar Burmann, Klavier; Lisi Burmann, Sängerin; Ralf Schröter , Geschäftsführer Sound‘n Scripture (Photo: Y. Tutucu)

    Unterstützung von guten Künstlern steht fürRalf Schröter an erster Stelle. Dafür hat er Anfang des Jahres die Singer Songwriter Akademie gegründet.

    Ralf Schröter, Geschäftsführer Sound‘n Scripture und Gründer (Photo: Y.Tutucu)

    Lisi Burmann und Ihr Bruder sind  die ersten Stipendiaten der Singer Songwriter Akademie. Welche Möglichkeiten stehen den beiden nun offen? Lesen Sie hier mehr.

    Oskar Burmann (Photo: Y.Tutucu)

    Oskar steckt im Studium, seine Schwester Lisi möchte nächstes Jahr das Abi machen. Während einer Aufführung in einer evangelischen Kirche entdeckte Ralf Schröter diese beiden Talente.

    Lisi Burmann (Photo: Y.Tutucu)

    (Autor: M. Weiss  /  Bilder: Y. Tutucu  Bearbeitung M. Weiss)

  • 2. Deutscher Mentorentag: Sportlerkarriere und was dann?

    Der  2. Deutscher Mentorentag wurde eröffnet von Jürgen Jeske, Herausgeber der FAZ i. R.

     Im Gespräch: Jörg Ulrich Hahn Dt. Sporthilfe mit Martin Weiss und Jürgen Jeske

    Anlässlich des 2 Deutscher Mentorentag am 18. und 19. Oktober 2012 trafen sich prominente Sportler und Funktionäre, um zu diesem Themenkonvolut Stellung zu nehmen.  Hier einige Impressionen:

    Jörg Ulrich Hahn, Dt. Sporthilfe; Dr. Michael Gross, Schwimmolympiasieger; Joachim Jörg, Moderator; Michaela Engelmeier-Heite, SPD Bundesvorstand; Peter Frese, Präsident Dt. Judobund; Andreas Tölzer, Olympische Bronzemedaille London 2012 (v.l.n.r.) (Photo: Julia Hess)
    Dr. Michael Gross, Schwimmolympiasieger im Gespräch mir Joachim Jörg (Photo: Julia Hess)
    Joachim Jörg und Michaela Engelmeier-Heite SPD Bundesvorstand (Photo: Julia Hess)
    Jörg-Ulrich Hahn, Kommunikationsdirektor Deutsche Sporthilfe; Dr. Michael Groß, Schwimm-Olympiasieger (Photo: Julia Hess)

    (Bilder: Julia Hess  / Bildbearbeitung: M. Weiss)

  • Lisi und Oskar Burmann live auf dem 2. Deutschen Mentorentag in Frankfurt

    Anfangs begannen Sie mit Cover-Musik. Irgendwann stellten sie fest, dass ihre eigene Musik doch viel ehrlicher, emotionaler und ausfüllender ist. Seit dem ersten Lied versuchen die Beiden, Ihre Musik weiter zu entwickeln, erwachsener und vielseitiger zu werden, ohne ihren eigenen „roten Faden“ zu verlieren.

    Lisi (18) und Oskar (20) kommen aus dem kleinen, verschlafenen Werne, an der Grenze zwischen Münsterland und Ruhrgebiet.

    Beide treten erst seit 1 1/2 Jahren mit ihrer Musik auf. Der Zufall wollte es so, Lisi schrieb einen Text, den sie eigentlich lieber vergessen wollte. Oskar, Ihr Bruder, komponierte daraus das erste Lied. Seitdem ist eine Art von „Aufgabenverteilung“ zu erkennen: Lisi schreibt die Texte, Oskar macht die Musik dazu. Manchmal ist es aber auch umgekehrt.

    -Der Anlass, ein Lied zu schreiben ist bei den Geschwistern meist ähnlich: Sie versuchen in Phasen der Hin- und Hergerissenheit die Gedanken in Kunst umzuwandeln, um sich selbst daran zu erinnern und außenstehende an den Erfahrungen teilhaben zu lassen. Die Musik kommt an, dass haben auch die Gäste des  2. Deutschen Mentorentages festgestellt.

    2. Dt. Mentorentag 2012 Lisi & Oskar Burmann (Photo Julia Hess)

    Die Beiden stehen am Beginn ihrer Karriere. Nach kleineren Auftritten auf öffentlichen sowie privaten Veranstaltungen in Werne, Münster und Umgebung, Support in der evangelischen Kirchengemeinde Werne für Samuel Anthes, das „Singer- Songwriterfestival“ in Laupheim 2011, das „Eva-Festival 2012“ in der Dresdener Frauenkirche sowie das „Open Skies Festival 2012“ in Nürtingen.

    Als erste Stipendiaten der neugegründeten „Singer Songwriter Akademie“ (wir berichteten am 29.1.12) finden sie eine solide Förderung. Unlängst haben sie dort, im Produzententeam von Philipp Poisel, hochkarätige Unterstützung für ihre musikalische Laufbahn gefunden.

    Wir sind gespannt auf die Zukunft der Beiden und bleiben dran….

    Hier auf Mentoring4u finden Sie noch eine Vielzahl von Berufen, die sich mit Musik, Tanz, Sprache und Film auseinandersetzen:

    Logopäde/Logopädin , Fachlehrer/in für musisch-technische Fächer , Meister der Frequenzen: Tontechniker/in mischen auf , Sänger/in auch mit internationalen Karrieremöglichkeiten ,  der gute Ton: Holzblasinstrumentenmacher/in mit PlanB in die Selbstständigkeit…,  Geigenbauer/in mit PlanB , Orgel- und Harmoniumbauer/in ohne Musikverständnis wenig Chancen, Musikfachhändler/in ein vielseitig ausbaubarer Job mit Musikverständnis, Klavier- und Cembalobauer/in plus Erfahrungsbericht, Film- und Videoeditor/in … ein Job, mit dem richtigen Durchblick, Bühnentänzer/in und/oder Tanzpädagoge ein internationaler Beruf, Bogenmacher/in … ohne Musikverständnis geht’s nicht und Fachkraft für Veranstaltungstechnik

    Unter der Rubrik “Erfahrungsberichte” finden Sie noch mehr nützliche berufliche Informationen.

    (Autor: M. Weiss & Marcia Francesevic  /  Bilder: Archiv Sound’n Scripture GmbH und 2. Dt. Mentorentag 12  /  Bildbearbeitung: Carolina Amrhein)

  • Nach Vollbremsung neue Karriere gestartet! Ein Porträt: Ashley Hicklin

    Fußball und Musik – für viele junge Briten sind das Lebensinhalte, die eng miteinander verbunden sind. Das war bei Ashley Hicklin nicht anders, jedoch mit einem gravierenden Unterschied: Er musste sich als Teenager zwischen Ball und Gitarre entscheiden. Mit 16 galt er als großes Talent und war auf dem Sprung zum Profifußballer, hatte aber auch gleichzeitig angefangen, eigene Songs zu schreiben.

    Ashley Hicklin
    Ashley Hicklin


    Damals lebte Hicklin noch in Scarborough, einem verschlafenen Ort an der Nordostküste Englands. Seine Eltern hatten einen Pub und jeden Sonntag traten dort Nachwuchstalente bei Open Mic Sessions auf – und Ashley mittendrin. Zuerst coverte er Songs von Oasis, Travis oder Crowded House, später kamen die ersten eigenen Lieder hinzu. Das Gitarrespielen brachte ihm ein Mädchen bei, welches bei den Eltern hinter der Bar arbeitete „und in das ich ein kleines bisschen verliebt war“, gibt er offen zu.

    Fußball oder Musik- Ashley entscheidet sich für die Musik und Leeds, um am dortigen College Of Music Klassik zu studieren. Hicklin spielt Schlagzeug, Klavier und Gitarre, schreibt Arrangements für Orchester und widmet sich dem Gesang. „Aber Klassik und ich, das passte nicht so richtig zueinander“, erzählt er. Ashley fühlt sich dem Pop mehr zugehörig und beschließt, nach London zu gehen.

    Mit der britischen Metropole wird er auch nicht so richtig warm: „Zu verrückt, zu schnell, zu unfreundlich.“ Ein Gutes hat die Stadt dann aber doch: Der Hamburger Musikverleger Peter Ende entdeckt ihn dort, verpflichtet den jungen Engländer mit den dunklen Augen als Komponisten und Texter für seinen Verlag und nimmt ihn mit nach Hamburg.

    Ab dann geht alles sehr schnell.  Hicklin versteht sich auf die Kunst, gefühlvolle Songs zu schreiben, die Geschichten erzählen. Der erste, der davon profitiert ist der Belgier Tom Dice, der 2010 sein Land beim Eurovision Song Contest mit dem Lied „Me And My Guitar“ vertritt. Andere Nachwuchssänger und –sängerinnen folgen aus aller Welt.

    Doch Ashleys Talent soll nicht nur anderen vorbehalten bleiben und der erste eigene Plattenvertrag lässt nicht lange auf sich warten. Ferryhouse nimmt Hicklin unter seine Fittiche und stellt ihm einen erfahrenen Produzenten an die Seite, der sein Debüt „Parrysland“ aufnimmt .

    Ashley Hicklin spielt beim Hamburger Reeperbahn Festival und geht mit Bands wie Ich + Ich und Sunrise Avenue als Support auf Tournee. Nicht selten sind es über 20.000 Zuschauer. Der große Durchbruch scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch er kommt nicht.

    Vollbremsung
    Ashley geht auf die Straße. Keine Hotels und andere Annehmlichkeiten eines umworbenen Jungstars mehr. Mit einem Rucksack bepackt und seinen akustischen Instrumenten in der Hand reist er durch 30 deutsche Städte und spielt in Fußgängerzonen – angewiesen auf das Wohlwollen von Freunden und Fans, bei denen er übernachtet oder die Geld in den Hut werfen: „Du musst es schaffen, dass die Leute, die zum Einkaufen oder zur Arbeit, gehen stehenbleiben und dir zuhören.“

    Die Straßentour hatte einen reinigenden Effekt. Hicklin fasst neuen Mut, „denn auf der Straße zeigt sich, ob du wirklich jemanden erreichen kannst.“ Das anschließende Schreiben neuer Songs fühlt sich wieder leicht an und macht Spaß. Der Erfolgsdruck, dem er sich bei der Produktion des Debütalbums ausgesetzt sah, scheint wie weggefegt.

    In den folgenden Monaten nimmt er in Stockholm zusammen mit dem Musiker und Produzenten Peter Kvint sein zweites Album mit dem Titel „Kissing The Queen“ auf. Kvint arbeitete in der Vergangenheit u.a. für Britney Spears, Die Happy, Natasha Bedingfield und Heather Nova. „Wir haben einig der Songs zusammen geschrieben und arrangiert“, erzählt Ashley Hicklin. „Es ging alles mit einer unglaublichen Leichtigkeit“.

    Während die Aufnahmen des Debüts fast eineinhalb Jahre gedauert hatten, ist „Kissing The Queen“ nach knapp drei Monaten im Kasten.

    Hicklin hat dafür Popsongs mit großen Refrains geschrieben, manchmal hymnisch wie in „Little Echo“ oder sanft wie in „City Lights“.

    „Kissing The Queen“ enthält auch eine ganze Reihe an Liebesliedern. Über den Wolken zu schweben und sich im totalen Glück zu verlieren wie in „Top Of The World“ mit der Zeile „no love police can bring us down“.„Die Songs sind in einer Zeit geschrieben worden, in der ich sehr glücklich war. Das ist in jedem Lied zu spüren. Es sind emotionale Momentaufnahmen“, sagt der 26 jährige Künstler.

    Hicklins neue positive Haltung spürt der Hörer musikalisch in „Better With You“ am meisten, obwohl es im Song ums Alleinsein geht.  „Als Musiker ist man oft allein. Im Hotelzimmer, im Zug und in fremden Städten. Es geht um das Gefühl, dass es in diesen Momenten schön wäre, Gesellschaft zu haben.“

    Fußball interessiert Ashley natürlich immer noch. Aber er hat seine Entscheidung, Profimusiker zu werden, niemals bereut. „Alles dreht sich in meinem Leben um Musik. Das ist ein Luxus, den ich genieße.“

    (Autor: Arne Gosh, Ferryhouse  /  Bildbearbeitung: D. Balci  /  Bilder: Archiv Sound’n Scripture GmbH)

  • „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“ Faust?!

    Die Krise Europas lenkt unseren Blick auf den faustischen Helden, der Gott abgeschafft, sein Ego an dessen Stelle gesetzt und dem »Geist, der stets verneint« die Seele geopfert hat, um die Welt dem eigenen Willen unterwerfen zu können. Die Revolte des Helden hat Großes hervorgebracht. Die Katastrophen des letzten Jahrhunderts haben den Glanz seines Aufbruchs aber verdunkelt. Aus dem Genie, das die Welt nach seinem Bild formen wollte, ist ein Egoist geworden, der nur noch den eigenen Vorteil im Sinn hat.

    Der Turmbau von Babel, das größte Projekt der Alten Welt, scheiterte an der Vielfalt der Sprachen. Keiner wollte um der gemeinsamen Sache willen von der eigenen Art abrücken. Auch das
    Projekt »Europa « ist von der Selbst-Sucht bedroht. Wie soll das Bauwerk vollendet werden, wenn jeder am Eigenen festhält? »Da sind diese riesigen homogenen Blöcke in Nord- oder Südamerika oder Asien«, sagte der Denkwerker Meinhard Miegel in diesen Tagen mit einem Blick auf die Weltkarte, »Und dann ist da dieses farbige Krisselkrassel Europa. Passt das wirklich unter eine Währung?« Angesichts des Fehlens von Vision und Tatkraft wird der Chor derer, die den Niedergang des Abendlands für unabwendbar halten, lauter und lauter.

    Die Bedrohung lässt Angst aufkommen. Die Angst zwingt dazu, sich im Eigenen festzukrallen. Das erschöpfte Selbst, eines der neuen Phänomene, verbirgt seine Depression hinter der Maske einer starren Identität. Angst, Sinnverlust, Sprachlosigkeit führen zum Stillstand. Und schuld ist der Teufel. In der Gestalt einer Schlange hat er sich ins Paradies eingeschlichen und Eva dazu verführt, Adam in den Apfel beißen zu lassen, der die Erkenntnis bringt, dass der Mensch ohne Gott leben kann, weil er das Göttliche in sich trägt. Die Aufklärer, in deren Tradition der gewaltige Goethe steht, nannten den Sündenfall eine Revolte. Wir ahnen inzwischen, dass es ein Akt der Verblendung war.
    Der Erste, der das Ringen des abendländischen Helden mit seinem Satan zum Drama gefasst hat, war der griechische Dichtern Euripides.

    Abgestoßen von einer Hochkultur, deren Niedergang am Ende des 5. Jahrhunderts vor unserer Zeit mit den Händen zu greifen war, verließ er das Goldene Athen und zog sich auf eine primitivere Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung zurück. Vom Mazedonien des Königs Philipp aus beschrieb er das Schicksal eines Helden, der seine Existenz auf den Kopf gestellt und die Welt seiner Vorstellung unterworfen hat und zur Strafe für die Verirrung von den Mänaden des Rauschgotts Dionysos zerrissen wird. »Für sein schönstes Werk halte ich die Bakchen«, schrieb Goethe über den Griechen, »Kann man die Macht der Gottheit vortrefflicher und die Verblendung des Menschen geistreicher darstellen?« Der zerrissene Pentheus der Bakchen ist ein Vorläufer des zerrissenen Faust (»Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen«). Beim christlichen Helden, hier trennen sich Welten, trifft das Zerreißen nur noch die Seele. Der Gekreuzigte, den die christliche Kultur ins Spiel brachte, hat die archaische Grausamkeit der antiken Kultur sublimiert.

    In GoethesWalpurgisnacht ist vom Furor einer von den Fesseln der Zivilisation erlösten Agaue, die im Rausch der Befreiung den eigenen Sohn zerreißt, nichts mehr zu spüren. Der Satans- und Hexenzauber, den der Dichter ins deutsche Mittelgebirge verlegt hat, zeigt nicht den Sündenbock, der geopfert wird, damit sich eine erstarrte Gesellschaft erneuern kann. Er führt nur Verwandlung vor. Der zum Selbst/Ich/Ego geschrumpfte Mensch hat sich die Welt so verkleinert, dass er drin Gott sein kann, ohne unter der Anmaßung leiden zu müssen.

    Der Preis für die Selbst-Verherrlichung ist ein verengter Blick auf die Wirklichkeit. Als real lässt das geschrumpfte Selbst nur noch gelten, was es erfassen kann. Und der vor Zeiten Allmächtige wird im Rausch der Selbst-Vergrößerung ironisiert. Goethes Gott ergötzt sich im Prolog im Himmel an seiner Schöpfung und wettet mit dem Teufel, dass sich »ein guter Mensch in seinem dunklen Drange des rechten Weges wohl bewusst« ist.

    Er hat den Überblick über sein Werk so gründlich verloren, dass er nicht mehr erkennen kann, wie gewaltig das Terrain ist, das sein Widersacher ihm abgetrotzt hat. »Euch gibt es zwei Dinge / So herrlich und groß: / Das glänzende Gold / Und der weibliche Schoß. / Das eine verschaffet, / Das andre verschlingt. / Drum glücklich, wer beide / Zusammen erringt,« singt der Satan in der Walpurgisnacht den Männern vor. Und ergänzt für die Frauen: »Für euch sind zwei Dinge / Von köstlichem Glanz: / Das leuchtende Gold / Und ein glänzender Schwanz. / Drum wisst euch, ihr Weiber, / Am Gold zu ergötzen / Und mehr als das Gold noch / Die Schwänze zu schätzen«. Goethe hat diese Verse nicht in die endgültige Fassung seines Stücks aufgenommen. Dass die Anstrengungen von Religion und Kunst, die Fakten des Lebens mit schöner Verheißung zu übermalen, vergebliche Liebesmüh sind – diese Erkenntnis wollte er seiner Zeit wohl nicht zumuten.

    Mephisto kann Faust nur auf seine Seite bringen, wenn er die Macht über dessen Seele erringt. Die Seele, anders als Körper und Geist, hört nie auf, die Befreiung von den Fesseln des Irdischen zu ersehnen. Der in sein Selbst eingekerkerte Faust kann nicht erkennen, dass das Ziel seines Suchens die Liebe ist. Er muss die Seele als Pfand einsetzen, um sich von Mephisto zu greifbaren Zielen führen zu lassen. Das Jetzt-und Sofort ist einer der Trümpfe des Teufels. Mephisto fürchtet nichts so sehr wie die Liebe. Um zu verhindern, dass der Zerrissene von Gretchens Liebe erlöst wird, bringt er das Gold ins Spiel. Der Schmuck in den Kästchen kann Gretchens Sinne betören. Ihre Seele kann das Gold aber nicht verderben. Mephisto muss den Zerrissenen durch die Orgien der Walpurgisnacht führen, um zu verhindern, dass er ihn an die Liebe verliert.

    Erst der Faust, der die Liebe verraten hat, kann zum willigen Vollstrecker des Teufels werden. Für den griechischen Dichter war es undenkbar, dass eine Gesellschaft, die sich so gründlich ins Falsche verirrt hat wie das Athen seiner Zeit, zur Umkehr imstande ist. Dass er in seinem Stück auch das Theben des Pentheus zerstören lässt, deutet an, wie radikal die Erneuerung sein sollte, die er für notwendig hielt. Der deutsche Dichter setzt die Erinnerung an den Gekreuzigten ein, um seinen Helden davor zu bewahren, den braunen Saft aus der Phiole zu trinken, der ihm den Tod bringen soll, liefert ihn dann aber dem Teufel aus.

    Das Genie aus Weimar, das Gott aus dem Weg geschafft hatte, konnte sich einbilden, auch dem Teufel gewachsen zu sein. Wie zum Hohn auf seine Arglosigkeit richteten die Verrohten der Hitlerzeit im Blickfeld der Ettersburg, auf der er sich mit musischen Geistern traf, ein Konzentrationslager ein, das sie erst Ettersberg, später Buchenwald nannten. Ein Bretterzaun sorgte dafür, dass die Welten getrennt blieben.

    Die Dimension der Verbrechen, von denen der Gekreuzigte die Verblendeten und die Verrohten erlösen muss, nährt
    die Zweifel an einem Glauben, der sich auf Illusionen über den Menschen stützt – und führt zu der Frage, ob das erschöpfte Selbst, an dem das Bauwerk Europa zu scheitern droht, eine Folge der einstigen Überheblichkeit ist. Die Zerrissenen, die von der Sehnsucht nach dem Ungreifbaren in die Irre geführt werden, müssen in Zeiten der Krise dem
    Typus des neuen Menschen weichen, der sein Sinnen und Trachten aufs Greifbare richtet.

    Der Famulus Wagner, der die Verirrungen seines Meisters staunend begleitet, macht uns die Verluste bewusst, die wir auf dem Weg von den faustischen Helden zu den »trockenen Schleichern« der Jetztzeit hinnehmen müssen.

    Das Frankfurter Schauspiel präsentiert seinen Faust im Schatten der Türme der Geldhäuser. Während sich in den Seitenarmen der Kaiserstraße Schwanz und Schoß wie seit Urzeiten paaren (und der Protest der Occupy-Bewegung in der Trübsal des Asozialen versinkt), schaut die Bankwelt von ihren Türmen aus ungerührt auf die Zerrissenen herab, die den nicht endenden Tanz um den Goldenen Stier für ein Menetekel des Niedergangs einer Gesellschaft halten, welche um der irdischen Freuden und Güter willen dem Teufel die Seele als Pfand gab und vergessen hat, das Pfand einzulösen.

    Die Auflösung der Ordnungen des Erzählens, die in den Künsten um sich greift, macht die Sehnsucht nach einem Wandel der Verhältnisse sichtbar, der von den Protagonisten einer im Blick aufs Gold erstarten Gesellschaft nicht zu erhoffen ist. »Alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht«, erklärt der Geist, »der stets das Böse will und stets das Gute schafft« – und fordert Sympathy for the Devil.
    (Michael Eberth)

    (Autor: Michael Eberth | Bild: Birgit Hupfeld  |  Quelle: Schauspiel Frankfurt  |  Zitat: Goethe, Faust 1 Monolog)

  • „O nein! Die Kraft ist schwach, allein die Lust ist groß.“ Goethes „Faust“ 2012 in Frankfurt!

    Die Premieren am 14. und 15. September 2012 bildeten zugleich einen Fokus im Rahmen der Frankfurter Goethe Festwoche 2012.
    Flankiert durch ein umfangreiches theaterpädagogische Bildungs- und Begleitprogramm werden u. a. Frankfurter Hauptschüler eine eigene „Faust“-Performance erarbeiten und unter der Überschrift „Das verfluchte Hier!“ auf der großen Bühne präsentieren (am 6. und 7. Oktober).

    Eine neue Vortrags- und Gesprächsreihe unter dem Titel „Nach dem Fortschritt“ entwickelt Gedanken und Impulse ausgehend von Goethes „Faust“.

    Am 22. September folgte dann die Premiere „Doktor Faustus“ nach Christopher Marlowe als Puppenspiel speziell für Kinder ab 10 Jahren. Das Sekundärdrama „FaustIn and out“ von Elfriede Jelinek rundet den Faust-Schwerpunkt ab. Premiere war am 27. September, Regie führt Julia von Sell.

    Die Macher

    Stefan Pucher (Regie)
    Jahrgang 1956, studierte Theaterwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt am Main.
    Seine Anfänge als Regisseur liegen am Frankfurter TAT, wo er zusammen mit der britischen Gruppe Gob Squad erste Performances entwickelte. Es folgten Arbeiten am Theater Basel, dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und dem Schauspielhaus Zürich, wo er unter Christoph Marthaler Hausregisseur wurde.
    Inszenierungen am Burgtheater Wien, den Münchner Kammerspielen, dem Thalia Theater Hamburg und der Volksbühne Berlin. 2005 wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ zum Regisseur des Jahres gewählt. Sechs seiner Inszenierungen wurden zum Theatertreff in Berlin eingeladen.

    Barbara Ehnes (Bühne)
    Studierte Freie Kunst und Bühnenbild bei Wilfried Minks und Marina Abramovic an der HfbK Hamburg und in Amsterdam sowie Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 1995 entwirft sie Bühnenbilder u. a. für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, die Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus Zürich, Volksbühne Berlin, Thalia Theater Hamburg, Burgtheater Wien, Muziektheater Amsterdam, Salzburger Festspiele und Staatsoper Berlin. Seit 2000 arbeitet sie regelmäßig mit Stefan Pucher und entwirft Bühnenbilder für Jossi Wieler / Sergio Morabito, Stefan Bachmann, Lars-Ole Walburg, Calixto Bieito, Schorsch Kamerun, Sebastian Baumgarten und die Choreografin Meg Stuart. Eigene Inszenierte Installationen u. a. am HAU Berlin. Unter der Intendanz Frank Baumbauers (2001 bis 2009) gehörte sie um künstlerischen Leitungsteam der Münchner Kammerspiele. 2005 erhielt sie den deutschen Bühnenpreis „Opus“. Im Sommersemester 2011 wurde sie zur Professorin für Bühnenbild an der HfbK Dresden berufen.

    Marysol del Castillo (Kostüme)
    Absolvierte ihr Studium als Dipl. Kostümdesignerin an der Fachhochschule Hannover für Kunst und Medien bei Prof. Maren Christensen. Nach ihrem Studium assistierte sie am Schauspielhaus Hamburg unter der Intendanz von Frank Baumbauer und folgte Anna Viebrock und Christoph Marthaler an das Schauspielhaus Zürich. Während der Assistenzzeit entstanden von 1999 bis 2002 eigene Arbeiten, u. a. mit Christoph Schlingenseif und Anna Viebrock.
    Seitdem Kostümbilder für u. a. Nicolas Stemann, Stefan Pucher, Tom Kühnel, Sebastion Baumgarten, Falk Richter am Thalia Theater in Hamburg, Schauspielhaus Hamburg, Deutschen Theater Berlin, der Komischen Oper Berlin, der Schaubühne, dem Grand Theatre National in Brüssel, Schauspielhaus Köln, Burgtheater Wien, Schauspielhaus Dresden, sowie am Schauspielhaus Frankfurt. Seit 2011 Gastprofessorin an der FH Hannover und Mentorin an der UDK Berlin.

    Christopher Uhe (Musik)
    Der Songwriter, Sänger, Multiinstrumentalist und Autodidakt Christopher Uhe veröffentlichte zahlreiche Alben mit seinen Bands und bewegte sich einige Jahre an der Schnittstelle von Noise-Rock und Performance, mit Auftritten u. a. bei dem Urbanisierungskongress „Cities On The Move 6“ in Bangkok, der 8. Architekturbiennale in Venedig, dem Festival „Paris cherche Tokyo“ und anderen. Produzent u. a. für das Debüt-Album der Schauspielerin Julia Hummer. Seit 2005 Theaterarbeit mit Stefan Pucher im Prater der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Zürich, den Münchner Kammerspielen und dem Deutschen Theater Berlin. Arbeiten als Theatermusik auch mit Gob Squad und She She Pop.

    Chris Kondek (Video)
    Geboren 1962 in Boston, arbeitet seit Anfang der neunziger Jahre als Videokünstler, zunächst in den USA, später auch in Europa. Er arbeitete u. a. mit der Wooster Group, Robert Wilson, Michael Nyman, und Laurie Anderson und prägte den Einsatz von Videotechnik im Theater maßgeblich. Es folgten Zusammenarbeiten u.a. mit Meg Stuart, Stefan Pucher, René Pollesch, Sebastian Baumgarten und Falk Richter an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Züricher Schauspielhaus, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, den Münchner Kammerspielen und den Bayreuther Festspielen. Seit 2000 entwickelt er eigene, vielfach ausgezeichnete Performances. Für die Produktion „Money – It came from outer Space“ wurde er mit dem Preis des Goethe – Instituts beim 8. Festival Politik im Freien Theater ausgezeichnet.

    Michael Eberth (Dramaturgie)
    Geboren 1943 in Lindau. Dramaturg u.a. am Schauspielhaus Frankfurt, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen, am Burgtheater in Wien; Chefdramaturg am Deutschen Theater in Berlin, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Lehraufträge und Gastprofessuren u. a. an der Hochschule der Künste und der Freien Universität Berlin, am Institut für Schauspielregie und an der Hochschule für Angewandte Künste in Hamburg. In der Reihe „Backstage“ des Verlages Theater der Zeit die Bände „Matthes“, „Finzi“ und „Eidinger“. Artikel und Essays in: Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, Theater der Zeit, Theater heute, Die Zeit und anderen Publikationen.

    € 8 Einheitspreis für Schüler- und Studentenarten. Kartenbestellungen und weitere Informationen: Neue Mainzer Str. 15, 60311 Frankfurt/M.  Tel.: 069-212-37444 www.schauspielfrankfurt.de

    (Autor: Schauspielhaus Frankfurt | Bild: Birgit Hupfeld  |  Zitat Quelle: Goethe, Faust l, Mephisto, Auerbachs Keller)

  • „Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Goethes „Faust“ in Frankfurt!

    Zwei Regisseure stellen sich in Frankfurt Goethes „Faust“ und bringen je einen Teil der Tragödie in einem Doppelprojekt auf die Bühne.

    Beide „Faust“-Teile sind fünf Wochen lang (bis zum 21. Oktober 2012) in einer einmaligen En-suite. Bespielung zu sehen. Es sind sowohl Doppelvorstellungen beider „Faust“-Teile als auch Vormittagstermine für Schulklassen vorgesehen. Vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung statt. Der Vorverkauf für alle angesetzten „Faust“-Termine läuft bereits seit dem 10. Februar 2012.

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    Hilf, Teufel, mir die Zeit der Angst zu verkürzen!

    Faust ist am Ende. Er, Professor, Forscher, Philosoph, Magier ist gescheitert. Das Wissen des Absoluten bleibt unerreicht und keine seiner Methoden hat sich als brauchbar erwiesen, dem Kern des Lebens auf die Spur zu kommen. Hoffnungslos, aber immer noch getrieben, hält er sein Leben für wertlos. Doch den Schritt in den Tod wagt er nicht.

    Kirchenglocken und Engelsgesang halten ihn ab, die Phiole mit dem Schlaftrunk zu leeren, die Erinnerung an seine Kindheit scheint auf, in der ihn noch nicht jener Erkenntniszwang quälte. Doch wie soll man leben, wenn alle bekannten Mittel versagen? Da tritt Mephisto in Fausts Leben und bietet ihm einen Pakt an: jeder Wunsch soll Faust erfüllt werden, aber wenn er für einen Augenblick mit der Welt versöhnt ist, fällt Mephisto im Gegenzug Fausts Seele zu.
    Die Reise der beiden beginnt.

    Faust steigert sich in maßlose, hybride Allmachtsphantasien. Wenn schon nicht im Wissen die Seligkeit liegt, dann vielleicht im Rausch? Von Drogen aufgeputscht, geblendet durch Zauberei, will er das Mädchen Gretchen besitzen. Sein Liebestrieb endet in Zerstörung. Egozentrisch auf die eigene Glückssuche fixiert, verschuldet er Gretchens Untergang und den ihrer Familie. Faust kann nicht gewinnen. Ein Riss zieht sich durch ihn hindurch. Omnipotent, gottgleich, allwissend will er sein und ist doch ein Mensch.

    Grenzenlosigkeit will er und erfährt doch nur die eigene Beschränktheit. Er scheitert an sich selbst, an seiner unmäßigen Gier nach Wissen und seinem Wunsch nach Befriedigung. Die Wette mit dem Teufel ist dabei die Weiterformulierung seines Dilemmas – unmöglich ist, was er sich wünscht. Denn das Verweilen, also die Befriedigung der Sehnsucht nach dem Glück ist nur in Allianz mit dem Verlust der eigenen Freiheit zu haben.

    Der Augenblick, der alle irdischen Beschränkungen niederwirft, der Absolutheit ergründbar und erfahrbar werden lässt, wird somit zugleich zum Augenblick der ewigen Gefangenschaft. Nachdem Stefan Pucher Mitte der neunziger kontinuierlich am TAT engagiert war, kehrt er nun mit seiner Faust-Inszenierung nach Frankfurt zurück. Er arbeitet zurzeit u.a. am Thalia Theater Hamburg, dem Schauspielhaus Zürich und den Münchner Kammerspielen und war mehrfach beim Berliner Theatertreffen vertreten.

    € 8 Einheitspreis für Schüler- und Studentenkarten. Kartenbestellungen und weitere Informationen: Neue Mainzer Str. 15, 60311 Frankfurt/M.  Tel.: 069-212-37444
    www.schauspielfrankfurt.de

    (Autor: Schauspielhaus Frankfurt | Bild: Birgit Hupfeld  |  Quelle Zitat: Goethe, Faust 1, Mephisto zu Faust, Studierzimmer I)